Glossar
Abschlagszahlung
Abschreibung
Bagatellvorhaben
Beihilfeintensität
Bewilligung
De-minimis-Beihilfe
Eigenanteil
Einzelunternehmer
Ertragsvorschau
Erlösmodell
Experimentelle Entwicklung
Finanzierungshilfen
F&E-Ausgaben
Förderbetrag
Förderfähige Kosten
Fördermittel
Förderquote
Fördervolumen
Förderzeitraum
Freistellung
Fremdleistungen
Fremdmittel
Gemeinkosten
Grundlagenforschung
Gutachter
Industrielle Forschung
Innovationshöhe
Investition
KMU
Kooperationsprojekte
Kundennutzen
Liquidität
Liquiditätsübersicht
Lizenz
Lizenzkosten
Lizenzierungskosten
Lohn- und Lohnnebenkosten
Machbarkeitsstudie
Materialkosten
Mittelabforderung
Patentkosten
Personalkosten
Projekt
Projektförderung
Projektkalkulation
Projektkosten
Projektträger
Projektvolumen
Prototyp
Qualifikation
Rechtskraft
Reisekosten
Richtlinie
State of the Art
Subventionen
Subventionserhebliche Tatsachen
Technische Durchführbarkeitsstudie
Unterauftrag
Verbundprojekt
Vergabeausschuss
Veröffentlichungsgenehmigung
Verwendungsnachweis
Vorhabenspezifische Investitionen
Vorwettbewerbliche Entwicklung
Zuwendung
Zuwendungsbescheid
Abschlagszahlung
Geförderte Unternehmen können eine Abschlagszahlung für die kommenden drei Monaten anfordern. Die Anforderung muss schriftlich erfolgen sowie eine plausible, differenzierte Schätzung der erwarteten Kosten enthalten.
Abschreibung
Sind für ein gefördertes F&E-Projekt Investitionen erforderlich, kann in der Regel nur der steuerrechtlich ermittelte Wertverlust während des Förderzeitraums geltend gemacht werden.
Bagatellvorhaben
In den Förderprogrammen der Innovationsstiftung gelten Projekte mit einem Volumen von weniger als 50.000 Euro als Bagatellvorhaben.
Beihilfeintensität
Mit Beihilfeintensität bezeichnet die Europäische Kommission die Förderquote, d. h. den prozentualen Anteil der Projektkosten, der durch einen Fördermittelgeber finanziert wird.
Bewilligung
Siehe Zuwendungsbescheid
De-minimis-Beihilfe
Die De-minimis-Verordnung der Europäischen Kommission gilt für Förderungen, die nicht im Rahmen einer von der Kommission notifizierten Richtlinie erfolgen. Die Innovationsstiftung bewilligt Fördermittel nur in Ausnahmefällen als De-minimis-Beihilfe.
Eigenanteil
Mit Eigenanteil wird der prozentuale Anteil der Projektkosten bezeichnet, der nicht durch Fördermittel finanziert wird, d. h. den das Unternehmen selbst aufbringen muss.
Einzelunternehmer
Ein Einzelunternehmer ist eine natürliche Person, die selbstständig tätig ist, aber für diese Tätigkeit keine Gesellschaft gegründet hat.
Ertragsvorschau
Die Ertragsvorschau ist eine Prognose der Kosten, Umsätze und Erträge eines Unternehmens in den kommenden Jahren.
Erlösmodell
Das Erlös- oder Ertragsmodell beschreibt, aus welchen Quellen und auf welche Weise ein Unternehmen seine Einnahmen erwirtschaftet.
Experimentelle Entwicklung
Der Begriff „experimentelle Entwicklung“ entstammt dem „Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation“ der Europäischen Kommission. Die genaue Definition dieses Begriffs ist im Anhang zur Förderrichtlinie der Innovationsstiftung nachzulesen (LINK).
Finanzierungshilfen
Finanzierungshilfen sind öffentliche Mittel, d. h. Subventionen, die einem Unternehmen für bestimmte Aufwendungen, z. B. die Personal- und Sachkosten eines F&E-Projektes, als (teilweise) Kostenerstattung gewährt werden.
F&E-Ausgaben
F&E-Ausgaben sind alle Kosten, die bei der Durchführung eines F&E-Projektes entstehen.
Förderbetrag
Der Förderbetrag ist der absolute Geldbetrag, der einem geförderten Unternehmen durch einen Zuwendungsbescheid für ein bestimmtes Vorhaben gewährt wird.
Förderfähige Kosten
Bei einem F&E-Projekt sind alle Kosten förderfähig, die durch die Durchführung des Projektes entstehen. Dazu gehören z. B. Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen für Geräte. Nicht förderfähig sind dagegen z. B. Kosten für Vertrieb oder Marketing.
Fördermittel
Die Vergabe von Fördermitteln ist eine wirtschaftspolitische Maßnahme, die den Markt mit finanziellen Mitteln beeinflusst, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Förderquote
Mit Förderquote wird der prozentuale Anteil der Gesamtkosten eines Förderprojektes bezeichnet, der durch Fördermittel finanziert wird.
Fördervolumen
siehe Förderbetrag
Förderzeitraum
Der Zuwendungsbescheid legt fest, in welchem Zeitraum das Förderprojekt durchgeführt wird. Förderfähig sind nur die Kosten, die in diesem Zeitraum entstehen. Die Dauer des Förderzeitraums richtet sich in der Regel nach dem Projektablaufplan im Antrag.
Freistellung
Zuwendungen zur Projektförderung dürfen grundsätzlich nur für solche Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen wurden. Möchte ein Antragsteller das Vorhaben schon vor der Förderentscheidung beginnen, kann er um Freistellung bitten, und der Zuwendungsgeber kann sein Einverständnis erklären, dass der Antragsteller auf eigenes Risiko mit den Projektarbeiten beginnt. Diese Erklärung hat keinen Einfluss auf das Ergebnis der Antragsprüfung. Wird entschieden, das Projekt zu fördern, können die ab dem Datum der Freistellungserklärung entstandenen Kosten als förderfähig anerkannt werden.
Fremdleistungen
Fremdleistungen sind F&E-Arbeiten, die das geförderte Unternehmen nicht selbst durchführt, sondern an einen externen Auftragnehmer vergibt.
Fremdmittel
Als Fremdmittel werden zum Beispiel Beteiligungskapital oder Darlehen bezeichnet.
Gemeinkosten
Gemeinkosten sind Kosten, die sich nicht einem bestimmten Kostenträger oder einer Kostenstelle zurechnen lassen. Bei der Projektförderung sind zum Beispiel Kosten für Miete, Telefon, Porto oder Buchhaltung anteilig förderfähig. Nicht förderfähig sind dagegen zum Beispiel Kosten für Geschäftsführung, Marketing oder Werbung.
Grundlagenforschung
Grundlagenforschung bezeichnet experimentelle oder theoretische Arbeiten, die in erster Linie dem Erwerb neuen Grundlagenwissens ohne erkennbare direkte praktische Anwendungsmöglichkeiten dienen.
Gutachter
Gutachter sind Personen, die über eine besondere Sachkunde auf einem bestimmten Fachgebiet verfügen.
Industrielle Forschung
Der Begriff „industrielle Forschung“ entstammt dem „Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation“ der Europäischen Kommission. Die genaue Definition dieses Begriffs ist im Anhang zur Förderrichtlinie der Innovationsstiftung nachzulesen (LINK).
Innovationshöhe
Die Innovationshöhe ist der Abstand einer Innovation gegenüber bisherigen Lösungen; dieser kann zum Beispiel den Umfang der Produktfunktionen, vor allem der Gebrauchsfunktionen) betreffen, die Art der technischen Realisierung (verwendete Produkt-Technologien) oder den Funktionserfüllungsgrad.
Investition
Eine Investition ist eine zielgerichtete, in der Regel langfristige Kapitalbindung zur Erwirtschaftung zukünftiger Erträge.
KMU
KMU ist die Abkürzung für „kleine und mittlere Unternehmen“. Für die Förderprogramme der Innovationsstiftung maßgeblich ist die KMU-Definition der Europäischen Kommission.
Kooperationsprojekte
Kooperationsprojekte sind Vorhaben, bei denen ein Unternehmen mit mindestens einem anderen eigenständigen Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung zusammen arbeitet. Die Vergabe von Unteraufträgen gilt nicht als Zusammenarbeit.
Kundennutzen
Der Kundennutzen ist der von einem Kunden mit dessen Kaufentscheidung tatsächlich wahrgenommene Nutzen.
Liquidität
Liquidität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Liquiditätsübersicht
Die Liquiditätsübersicht stellt alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme eines Unternehmens dar.
Lizenz
Eine Lizenz ist die vom Inhaber eines gewerblichen Schutzrechts oder urheberrechtlichen Verwertungsrechts einem Dritten eingeräumte Befugnis, die dem Rechteinhaber zustehenden Verwertungsrechte auszuüben.
Lizenzkosten
Mit Lizenzkosten wird der Betrag bezeichnet, den ein Unternehmen für den Erwerb einer Lizenz bezahlen muss.
Lizenzierungskosten
siehe Patentkosten
Lohn- und Lohnnebenkosten
Lohnkosten sind die Bruttoarbeitsentgelte, die ein Unternehmen während einer Abrechnungsperiode (z. B. Monat, Jahr) zur Leistungserstellung aufwendet. Lohnnebenkosten sind die Kosten, die dem Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttoarbeitsentgelt entstehen. Dies sind vor allem die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung.
Machbarkeitsstudie
Eine Machbarkeitsstudie überprüft mögliche Lösungsansätze für ein Projekt hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit.
Materialkosten
Materialkosten sind die Kosten, die durch den betriebszweckbezogenen Verbrauch von Stoffen entstehen. In F&E-Projekten sind das vor allem Werkstoff- oder Fertigungsmaterialkosten.
Mittelabforderung
Durch einen Zuwendungsbescheid bewilligte Fördermittel werden nicht automatisch an den Zuwendungsempfänger ausgezahlt, sondern müssen abgerufen bzw. abgefordert werden.
Patentkosten
Patent- bzw. Patentierungskosten sind die Kosten, die für die Anmeldung eines Patentes entstehen.
Personalkosten
Personalkosten sind alle Kosten, die durch den Einsatz von Arbeitsnehmern entstehen. Sie umfassen die Lohn- und Lohnnebenkosten sowie die Personalnebenkosten, z. B. Entgeltfortzahlungen.
Projekt
Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen sowie durch die Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben und eine projektspezifische Organisation.
Projektförderung
Zuwendungen zur Deckung von Ausgaben des Zuwendungsempfängers für einzelne abgegrenzte Vorhaben werden als Projektförderung bezeichnet.
Projektkalkulation
Die Projektkalkulation ist die Ermittlung der voraussichtlichen kostenwirksamen Projektleistungen und ihre Bewertung.
Projektkosten
Projektkosten sind alle Kosten, die durch die Durchführung eines Projektes entstehen.
Projektträger
Projektträger setzen Projekte der öffentlichen Hand fachlich und organisatorisch um.
Projektvolumen
Das Projektvolumen ist die Summe aller Projektkosten.
Prototyp
Ein Prototyp ist ein Vorab-Exemplar einer späteren Serienfertigung, das zur Erprobung von Eigenschaften dient.
Qualifikation
Im Personalwesen bezeichnet Qualifikation die Fähigkeit einer Person auf ihrem Arbeitsgebiet.
Rechtskraft
Die formelle Rechtskraft des Zuwendungsbescheides tritt einen Monat nach Bekanntgabe automatisch ein, sofern der Zuwendungsempfänger keinen Rechtsbehelf einlegt. Der Zuwendungsempfänger kann die Rechtskraft auch vorher herbeiführen, indem er erklärt, dass er auf Rechtsmittel verzichtet.
Reisekosten
Im Rahmen der Projektförderung werden Aufwendungen für Reisen, die erforderlich sind, um das Projektziel zu erreichen, als Projektkosten anerkannt.
Richtlinie
Eine Richtlinie ist eine Handlungsvorschrift mit bindendem Charakter, aber nicht gesetzlicher Natur.
State of the Art
Als State of the Art wird der höchste verfügbare Entwicklungsstand einer bestimmten Technologie bezeichnet.
Subventionen
Subventionen sind Geldzahlungen oder geldwerte Vorteile, die der Staat bzw. öffentliche Institutionen Unternehmen ohne marktwirtschaftliche Gegenleistungen gewähren.
Subventionserhebliche Tatsachen
Gemäß § 264 VIII StGB sind Tatsachen subventionserheblich, von denen die Bewilligung, Gewährung, Rückforderung, Weitergewährung oder das Belassen einer Subvention oder eines Subventionsvorteils abhängt.
Technische Durchführbarkeitsstudie
Eine technische Durchführbarkeitsstudie überprüft mögliche technische Lösungsansätze für ein Projekt hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit.
Unterauftrag
Vergibt der Zuwendungsempfänger Teile der geförderten Forschungs- oder Entwicklungsarbeiten an einen externen Auftragnehmer, wird dies als Unterauftrag bezeichnet.
Verbundprojekt
In einem Verbundprojekt wirken in der Regel mehrere juristische Personen gleichberechtigt in einem Konsortium zum Zweck der Durchführung eines gemeinsamen Projekts zusammen.
Vergabeausschuss
In den Programmen der Innovationsstiftung entscheiden mit Fachleuten besetzte Vergabeausschüsse über die Anträge auf Fördermittel.
Veröffentlichungsgenehmigung
Bestandteil eines Antrages auf Fördermittel muss eine kurze, halbseitige Beschreibung des geplanten Vorhabens sein sowie die Erklärung, dass die Innovationsstiftung diese Kurzbeschreibung veröffentlichen darf.
Verwendungsnachweis
Nach dem Ende des Förderprojektes muss der Zuwendungsempfänger einen Verwendungsnachweis vorlegen, der aus einem Sachbericht und einem zahlenmäßigen Nachweis besteht.
Vorhabenspezifische Investitionen
Investitionen, die erforderlich sind, um das geplante F&E-Projekt durchzuführen, werden als vorhabensspezifisch bezeichnet.
Vorwettbewerbliche Entwicklung
Der Begriff „vorwettbewerbliche Entwicklung“ entstammt dem „Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation“ der Europäischen Kommission. Die genaue Definition dieses Begriffs ist im Anhang zur Förderrichtlinie der Innovationsstiftung nachzulesen.
Zuwendung
Zuwendungen sind Leistungen an Stellen außerhalb der Verwaltung zur Erfüllung bestimmter Zwecke.
Zuwendungsbescheid
Ein Zuwendungsbescheid ist ein rechtsverbindlicher Bescheid zur Gewährung von Fördermitteln, z. B. Zuschüssen, unter bestimmten Bedingungen.